Feuchtes Holz: keine gute Idee

Feuchtes Holz

Ein schönes Feuer schaffen Sie in Ihrem Kaminofen am besten mit trockenem Laubholz. Feuchtes Holz kann zu zahlreichen Problemen führen. Wir erklären warum.

Wer seinen Kaminofen mit trockenen Holz heizt, wird lange Freude an seinem Feuer und dem Kaminofen haben. Feuchtes Holz – und dazu zählt auch frisch geschlagenes Holz – eignet sich nicht zum Befeuern Ihres Kaminofens. Aus mehreren Gründen:

Faustregel: Je feuchter das Holz, desto schlechter ist sein Heizwert.
Der Heizwert des Holzes hängt sehr stark von der Feuchtigkeit darin ab. Je mehr Wasser das Holz enthält, desto mehr Energie muss für dessen Verdampfung bei der Verbrennung aufgewendet werden; dadurch geht Energie verloren. Dazu ein Beispiel: Frisch geschlagenes Holz hat einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 50 % und einen Heizwert von etwa 2,3 kWh/kg; gut luftgetrocknetes Holz hat dagegen einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 15 % bei einem Heizwert von etwa 4,3 kWh/kg. Wenn Sie also sehr feuchtes Holz verbrennen, erzielen Sie bei gleicher Holzmenge nur ungefähr die halbe Wärmeleistung.

Feuchtes Holz schadet Kaminofen und Schornstein
Beim Verbrennen von feuchtem Holz setzen sich außerdem viel mehr Rußpartikel an der Feuerraumscheibe ab. Überdies kann der Wasserdampf, der bei der Verbrennung von feuchtem Holz entsteht, im Rauchrohr oder Schornstein kondensieren. Glanzruß oder die Versottung des Schornsteins können die Folgen sein. Versottung kann wiederum zu Kondensationsschäden am Schornstein und unangenehmen Gerüchen führen, bei Glanzruß besteht die Gefahr einer Entzündung (Kaminbrand).

Umweltbelastung durch feuchtes Holz
Durch einen hohen Feuchtigkeitsgehalt im Holz sinkt die Verbrennungstemperatur, dies verhindert eine vollständige Verbrennung aller Holzbestandteile und führt zu einer erheblichen Umweltbelastung.

Erst messen, dann verfeuern
Die Restfeuchte Ihres Brennholzes können Sie mit einem Holzfeuchtemessgerät ermitteln. So können Sie sicher gehen, dass Sie nur gut durchgetrocknetes Holz für Ihren Kaminofen nutzen und keine Schäden an Kamin und Schornstein riskieren.